„Die FakeHunter“ hinter den Kulissen

Wie kam es eigentlich zu der Idee, ein Projekt wie „Die FakeHunter“ ins Leben zu rufen?

2015 war nicht nur ein sehr schweres Jahr für die vielen Menschen, die auf der Flucht waren und Schutz vor Krieg, Verfolgung und Folter suchten, sondern auch ein schwarzes Jahr für die Wahrheit. Lüge und Hetze haben sich ausgebreitet, wie eine schnell um sich greifende Krankheit.
Und was passiert, wenn ein Medianpädagoge und eine Bibliothekarin/ Bibliothekspädagogin bei einer netten Pizza zusammensitzen? Sie spinnen Ideen, wollen die Welt verbessern und ihrer Leidenschaft „Medien- und Informationskompetenz vermitteln“ nachgehen. Aufklärung betreiben, da wo es am Nötigsten ist. Diejenigen schützen und schulen, die am schutzbedürftigsten erscheinen: die Kinder und Jugendlichen. – Was nicht heißt, dass „Die FakeHunter“ nicht genauso wichtig für alle Erwachsenen sind.

So kam es, dass Andreas Langer von der Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein und ich aus der Büchereizentrale Schleswig-Holstein gemeinsam beschlossen, wir wollen etwas für die Verbesserung der Medienkritik tun. Wir wollen der inflationären Ausbreitung von Lüge und Hetze etwas entgegensetzen.

Uns war klar, wir wollen etwas gegen FakeNews tun, FakeNews-Prüfwerkzeuge entwickeln und vermitteln – aber auch gleichzeitig den Kindern Spiel und Spannung bieten. Die große Frage war: Wie können wir die Jugendliche News überprüfen lassen, ohne sie in die abstrusen Tiefen des Internets zu schicken? Und da gerät man hin, wenn man auf der Suche nach FakeNews ist. Das sind Themen und Bereiche, in denen wir unsere Kinder nicht sehen möchten. Also beschlossen wir, die News selbst zu schreiben. Die Idee war einfach: Wenn wir ein eigenes NewsPortal erstellen, in dem wir alle News selbst geschrieben haben (wahre News und Fakes), dann können wir sicher sein, die Kinder und Jugendlichen schützen zu können. Trotzdem können wir sie frei auf einem attraktiven NewsPortal recherchieren lassen.

Aber wie macht man das Ganze spannend? Der Ansatz des Storytelling war eigentlich gesetzt. So kamen wir zu der Geschichte des Planspiels: Die Jugendlichen werden als Mitarbeiter einer Detektei für Faktencheck ausgebildet und dann als neue Mitarbeiter auf die Recherche geschickt. Mehr dazu unter www.diefakehunter.de .

Doch die Umsetzung stellte uns vor große Herausforderungen. Die meisten davon konnten aber mit der Hilfe einer sehr kreativen und lebendigen AG aus Bibliothekarinnen aus schleswig-holsteinischen Bibliotheken (Eckernförde, Lauenburg und Neumünster) und mit Studierenden der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Studiengang BIM) gelöst werden.

Besonders die Hilfe von Angelika Rust aus Neumünster war Gold wert. Sie hat ihre sehr guten Kontakte zu den Lehrkräften in ihren Schulen genutzt, um Testklassen zu finden, die Lehrkräfte zu begeistern und schließlich sogar eine Lehrkraft für die Eröffnung und den Drehtermin des SH-Magazins zu gewinnen.

Insgesamt haben wir 1,5 Jahre lang „Die FakeHunter“ entwickelt. Nun ist das Projekt unterwegs in der Welt. Und das sogar sehr erfolgreich. Nicht nur, dass wir inzwischen fast 50 Bibliotheken in Schleswig-Holstein haben, die fortgebildet wurden und das Planspiel in ihrer Bibliothek durchführen könnten (32 davon haben sich auch bereits registrieren lassen – weiter folgen Ende März). „Die FakeHunter“ bekommen am 19.3. auf dem Bibliothekskongress sogar den 2. Preis beim Best Practice Wettbewerb der Kommission Informationskompetenz. Und „Die FakeHunter“ stoßen bei allen Bibliotheken in Deutschland und sogar im benachbarten Ausland auf großes Interesse. Durch die offene Bildungslizenz (Download später unter www.bz-sh.de ) werden können wir das Planspiel allen zur Verfügung stellen können. Mehr dazu auf www.diefakehunter.de . Überlegungen zur Schulung von Bibliotheken außerhalb von SH werden wir gemeinsam mit unserem Partner AKJS Anfang April beginnen.

Uns hat dieser Erfolg dann eigentlich doch überrascht – auch wenn wir uns natürlich gewünscht haben, dass „Die FakeHunter“ erfolgreich sein werden. Überrascht und sehr gefreut hat uns auch das mediale Interesse (SH-Magazin, Radio R.SH, Presse, Fachzeitschriften usw.). Wir werden jetzt so oft gefragt, ob wir Vorträge und Workshops zu dem Planspiel anbieten können, dass wir gar nicht alle Anfragen abdecken können. Wir reisen sogar in die Schweiz zum Zürcher Bibliothekartag, um auch den KollegInnen dort von unserer Idee zu berichten.

Es ist schon erstaunlich, was aus eine wilden Idee bei Pizza dann am Ende so werden kann 😉

 

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Bildungsurlaub „Bibliothekspädagogik zwischen den Meeren“ startet 2019 wieder!

Auch 2019 wird es wieder einen Bildungsurlaub „Bibliothekspädagogik zwischen den Meeren“ geben!

Vom 13. bis 17. Mai 2019 wird im Nordkolleg in Rendsburg wieder 1 Woche intensiv zu bibliothekspädagogischen Grundlagen gearbeitet, gewürzt mit viel Praxis und direkter Umsetzung. Am Ende der Woche fahren Sie alle mit einem fertigen neuen Konzepte für Ihre Arbeit in Ihrer Bibliothek und vielen neuen FreundInnen nach Hause.

Mehr Informationen finden Sie hier:
https://zwischenseiten.com/bildungsurlaub/ 

Die Anmeldung und weitere Informationen über das Tagungshaus finden Sie hier:
https://www.nordkolleg.de/seminare/details/seminar/l08-2019/

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Und dann schreibt sie wieder… Ein Jahresrückblick 2017

2017 war das Jahr, das bisher am meisten von vielfältigen Schreibprojekten geprägt war.

Das besondere Highlight war zu Beginn des Jahres das Erscheinen meines Buches „Bibliothekspädagogische Arbeit. Grundlagen für Mitarbeiterinnen in (Schul-)Bibliotheken“ bei Debus Pädagogik. Mit diesem Titel möchte ich alle KollegInnen in den Bibliotheken bei ihrer täglichen bibliothekspädagogischen Arbeit unterstützen und fachlich mit didaktischem und pädagogischem Rüstzeug versorgen. Aus der Arbeit zu diesem Buch entstand auch die Idee zu einem „Bildungsurlaub Bibliothekspädagogik zwischen den Meeren“, in dem die KollegInnen sich in einer intensiven Woche – und auf Wunsch auch in einer anschließenden Online-Phase – mit den didaktischen und pädagogischen Hintergründen für bibliothekspädagogische Angebote auseinandersetzen können.
Reckling-Freitag, Kathrin: Bibliothekspädagogische Arbeit. Grundlagen für Mitarbeiterinnen in (Schul-)Bibliotheken. –
Schwalbach/ Ts.: Debus Pädagogik Verl, 2017. –
ISBN 978-3-95414-086-2
weitere Informationen und Downloads: https://zwischenseiten.com/bibliothekspaedagogik-buch/

Der Sommer stand dann ganz unter dem Zeichen der aktuellen politischen Lage – geprägt von Diskussionen rund um das Thema „Fake News“. Hierzu durfte ich schon vorab einen Titel von Karoline Kuhla beim Carlsen-Verlag lesen und bearbeiten. Daraus entstand das „Unterrichtsmodell für die Klassen 8–13 zu Karoline Kuhla „Fake News““. Das Thema wird mich weiterhin intensiv beschäftigen: Für die Büchereizentrale Schleswig-Holstein werde ich ein neues Planspiel für SchülerInnen entwickeln, die über die örtliche Bibliothek zu „FaktenCheckern“ ausgebildet und eingesetzt werden.
Reckling-Freitag, Kathrin: Unterrichtsmodell für die Klassen 8–13 zu Karoline Kuhla „Fake News“. – Hamburg: Carlsen, 2017. –
Kostenloser Download im Carlsen-Portal für Lehrkräfte
unter: https://www.carlsen.de/lehrer

Meinen Faible für moderne digitale Entwicklungen und die Möglichkeiten, die diese den Bibliotheken bieten, konnte ich für die vollständig überarbeitete Neuauflage des „Handbuch Schulbibliothek“ bei Debus-Pädagogik einbringen. Dort habe ich das Kapitel zur EDV in Schulbibliotheken neu geschrieben. Das neue „Handbuch Schulbibliothek“ wird im Frühjahr 2018 erscheinen. Besonders viel Spaß gemacht hat es mir, dieses Thema auch in einem Vortrag zu verarbeiten, der die KollegInnen auch interaktiv und sehr lebendig in die digitale Welt mitnimmt.
Holderried, Angelika; Lücke, Birgit [Hrsg.]: Handbuch Schulbibliothek. Frankfurt a.M.: Debus-Pädagogik, 2018. –
Darin: Reckling-Freitag, Kathrin: „Alles kein Science Fiction! Digitale und multimediale Technik in der Schulbibliothek.“

Das Thema Kooperation von Bibliotheken und Schulen bildet immer wieder die Grundlage für meine berufliche Arbeit. Bibliotheken als Bildungspartner zu positionieren und damit für die Zukunft sicherer aufzustellen ist mir nach wie vor ein wichtiges Anliegen. Meine Erfahrungen zur Gestaltung von Kooperationen und Kooperationsvereinbarungen durfte ich in einem Kapitel für den Titel „Lernwelt Öffentliche Bibliothek“ für Richard Stang und Konrad umlaufen verarbeiten.
Stang, Richard; Umlauf, Konrad [Hrsg.]: Lernwelt Öffentliche Bibliothek –
Dimensionen der Verortung und Konzepte. Berlin: de Gruyter Saur, 2018. –
Darin: Reckling-Freitag, Kathrin: „Wege einer Bildungspartnerschaft – Schulen und Öffentliche Bibliotheken.“ S. 165-177

Mit der Veranstaltung für den Deutschen Verband Evangelischer Büchereien machte ich in diesem Jahr auch einen Zwischenstopp bei meinen beruflichen Ursprüngen. Auf der Tagung für Patientenbüchereien in Hofgeismar durfte ich einen ganzen Tag lang die ca. 60 TeilnehmerInnen mit dem Thema „Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für Bibliotheken“ mit mehreren Impulsvorträgen, Arbeitsgruppen und einem moderierten Diskussions- und Erfahrungsaustausch vertraut machen. Daraus entstand dann ein Artikel für den „Evangelischen Buchberater“, der vor allem evangelische Büchereien in den Kirchengemeinden anspricht.
Reckling-Freitag, Kathrin: „Klappern gehört zum Handwerk – Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für Büchereien“
in: „Der Evangelische Buchberater. Zeitschrift für Buch- und Büchereiarbeit“, H 4/2017 S. 242-245

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Bildungsurlaub „Bibliothekspädagogik“ mit dem Nordkolleg in Rendsburg 25.6.-29.6.2018 – Die erste umfassende Weiterqualifizierung für Berufstätige!

Bibliothekspädagogik ist ein immer größer werdender Bereich im Aufgabenfeld von Bibliotheken, für das die meisten BibliothekarInnen in ihrem Studium oder ihrer Ausbildung bisher nicht ausgebildet wurden. Dieser Bildungsurlaub stellt die wichtigsten pädagogisch-didaktischen Grundlagen als Werkzeugkoffer für den bibliothekspädagogischen Alltag zusammen und bildet damit ein Fundament für die tägliche Arbeit. Schritt für Schritt werden die theoretischen Inhalte auf die Erstellung eigener praxisnaher Konzepte übertragen. Konzipiert als praxisnaher Workshop erarbeiten sich die TeilnehmerInnen moderne und aktivierende Konzepte für Benutzerführungen, Klassenführungen oder Recherchetrainings. Die hier gelernten Werkzeuge lassen sich auf beliebige Arten von bibliothekspädagogischen Angeboten übertragen.

Der Bildungsurlaub „Bibliothekspädagogik“ dient der Erhaltung und Erweiterung der beruflichen Kenntnisse und Kompetenzen. Auf diese Weise können sich die TeilnehmerInnen den sich wandelnden und erweiternden beruflichen Anforderungen anpassen und ihre Qualifikationen erweitern.

Referentinnen:

K. Reckling-Freitag (Hauptreferentin) www.zwischenseiten.com

Dr. Ulrike Hanke (Gastreferentin) www.hanke-teachertraining.de

Zielgruppe:

MitarbeiterInnen in öffentlichen Bibliotheken und Schulbibliotheken,
– die bibliothekspädagogische Angebote konzipieren, anbieten und durchführen.
– die in den Jahren oder Jahrzehnten ihren Abschluss/ ihre Ausbildung gemacht haben, als Bibliothekspädagogik noch kein Thema war.
– die ihre Angebote nicht nur aus dem Bauch heraus durchführen möchten, sondern sich auf praxisnahe pädagogische Grundlagen stützen möchten.
– die in Verhandlungen und Gesprächen mit Kooperationspartnern (Schulen) und Verantwortlichen (Städte und Gemeinden) ein fundiertes bibliothekspädagogisches Gesamtkonzept bieten möchten.

Lernziele:

Die TeilnehmerInnen…
… können ihre Bibliothek als Bildungspartnerin in das bildungspolitische Umfeld einordnen und entsprechend vertreten.
… können didaktisch fundierte bibliothekspädagogische Angebote erstellen, die sie in ihren Bibliotheken umsetzen.
… können in ihren Angeboten eine Vielzahl von aktivierenden Methoden einsetzen.
… können die verschiedenen bibliothekspädagogischen Angebote ihrer Bibliothek in einem Gesamtkonzept zusammenfassen und bei Schulen und Verantwortlichen vertreten.

Inhalte:

  1. Thema: Warum Bibliothekspädagogik?

Bildungspolitische Argumentationen für „Bildungspartner Bibliothek“
Bibliotheken für das „Lebenslange Lernen“
Lernort Bibliothek

  1. Thema: Curriculare Grundlagen

Bildungsstandards, Lehrpläne, Fachanforderungen
Bibliothekspädagogische Spiralcurricula
Referenzrahmen Informationskompetenz

  1. Thema: Der Weg zu einem didaktisch fundierten Konzept

Lerntheorien
Lern-psychologische und motivations-psychologische Grundlagen
Lernziele
Zielgruppenanalyse
Didaktische Reduktion

  1. Thema: Die pädagogische Praxis

Merkmale guter Bildungsveranstaltungen
Didaktisches Verpacken
Lehrstrategien und aktivierende Methoden
Medieneinsatz (klassisch und digital)
eLearning-Elemente
Planungsraster

  1. Thema:

Classroom Management
Lehrstrategien und Methoden
Umgang mit SchülerInnen/ TeilnehmerInnen in Bildungsveranstaltungen

Lehrmethoden:

Impulsvortrag/ Präsentation, Expertengespräch per Videokonferenz, Gruppen- und Partnerarbeit, Diskussion, Arbeitsgruppen, Praktische Anwendungen in Selbstarbeitsphasen, Exkursionen in umliegende Bibliotheken, Praxishospitation in Bibliotheken vor Ort

Teilnahmebescheinigungen:

  1. Für die Teilnahme an diesem Bildungsurlaub werden Teilnahmebescheinigungen ausgestellt, die – neben Inhalt der Veranstaltung, Datum, Zeitraum und Zahl der Unterrichtsstunden – Auskunft über die erarbeiteten und erworbenen Kompetenzen geben.
  2. Im Anschluss an den Bildungsurlaub kann eine Online- und Praxisphase gewählt werden, die mit einer Hausarbeit zu einem selbst erstellten, praktisch durchgeführten und evaluierten Konzept endet. Diese Phase wird mit Webinaren begleitet. Für die Teilnahme wird eine erweiterte Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Organisation:

1 Woche = 5 Tage mit 7 Stunden pro Tag (davon mind. 5,5 Std. reine Unterrichtszeit)
Ort: Nordkolleg Rendsburg, Am Gerhardshain 44, 24768 Rendsburg (günstig gelegen direkt am Nord-Ostsee-Kanal mitten in Schleswig-Holstein zur schönsten Zeit des Jahres in einem Seminarhaus mit wunderbarem Garten)

Verantwortlich: Kathrin Reckling-Freitag

Anmeldung:

http://www.nordkolleg.de/seminare/details/seminar/l14-2018/

http://www.nordkolleg.de/seminare/anmelden/sema/reg/seminar/l14-2018/

Anerkennungen:

als Bildungsurlaub in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern – bei Bedarf erweiterbar (Anträge laufen)

als Bestandteil der Weiterbildung „Lese- und LiteraturpädagogIn“ des Bundesverbandes Leseförderung (Antrag in Planung)

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Nini, Patrick: Speech Pad. Warum gut präsentieren heute anders geht …

Nini, Patrick: Speech Pad®. Warum gut präsentieren heute anders geht … und wie Sie es lernen und anwenden können. – Offenbach: GABAL, 2017. – ISBN 978-3-86936-754-5 

Wer kennt sie nicht – die langweilen PowerPoint-Schlachten, bei denen die ZuhörerIn nicht nur mit viel Text auf den Folien zugeworfen wird, sondern auch noch erdulden muss, dass die ReferentIn ihren Vortrag von den Folien (mehr oder weniger) abliest.

Das geht anders – und man kann es lernen, verspricht Patrick Nini. Er präsentiert in diesem Titel seine Methode, einen Vortrag zu erarbeiten, zu planen und vorzubereiten. Nach einem kurzen Streifzug durch die Grundlagen der Rhetorik stellt Nini das Konzept seines SpeechPads® vor. Aufgeteilt in die 3 Teile „Inhalt aufbereiten“, „Präsentation erstellen“ und „Präsentation vorbereiten“ führt er die LeserIn Schritt für Schritt durch die einzelnen Stationen – bis zum Vortrag der erarbeiteten Präsentation.

Teil 1 „Inhalte aufbereiten“ bildet die Grundlage zur Vorbereitung eines Vortrags. Man muss sein Publikum kennen(lernen), muss herausfinden, welche Sichtweisen, Erwartungshaltungen und Werte im Publikum überwiegen. Nur dann wird es gelingen, die ZuhörerInnen abzuholen und für den eigenen Vortrag zu begeistern. Dabei spielen Emotionen, Geschichten, Glaubwürdigkeit und Authentizität eine große Rolle.

Teil 2 „Präsentation erstellen“ enthält die eigentliche Arbeit am Vortrag selbst. Ausgehend vom Titel der Präsentation und der zur Verfügung stehenden Zeit wird die Struktur des Vortrages festgelegt. Erst dann geht es um die konkreten Themen und Inhalte, Körpersprache und Bühnenshow und visuelle Hilfsmittel.

Teil 3 „Präsentation vorbereiten“ schließlich führt die LeserIn mit vielen Tipps, Hilfestellungen und Checklisten über eine wochenlange Vorbereitung bis hin zum Tag des Vortrags.

Der Titel ist sehr ansprechend aufgemacht, reichlich mit Grafiken aufgelockert und enthält ein herausnehmbares Lernplakat, auf dem die einzelnen Teile und Schritte übersichtlich dargestellt werden. Einzelne Aufgaben, Übungen und Checklisten machen den Titel nicht nur zu einem Lese- sondern auch Übungsbuch. Im Anhang finden sich nützliche Dokumente  und Vorlagen, die auch auf der Homepage des Autors heruntergeladen werden können.

Mit all‘ diesen Tipps und Hinweisen sollten PowerPoint-Schlachten nun endgültig der Vergangenheit angehören. Ich freue mich in Zukunft auf gute, neue und erfrischende Vorträge.

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Forsa-Studie stellt fest: Jüngere Internetnutzer sind medienkritischer als ältere!

Älteren Internetnutzern fällt es schwerer, Fakes zu erkennen – Sind jüngere Internetnutzer medienkritischer?

Diese Ergebnisse einer Studie stelle die Landesanstalt für Medien NRW auf der Basis von 1.011 Befragten in einer Online-Befragung (Forsa-Umfrage im Mai 2017) zusammen:

„Mit steigendem Alter fühlen sich Internetnutzer zunehmend von FakeNews überfordert.“
Dieser Aussage stimmten
13 % der 14-24-jährigen,
39 % der 25-44-jährigen,
43 % der 45-59-jährigen und
47 % der über 60-jährigen zu.

59 % der Befragten sind schon auf Fakes aufmerksam geworden

Davon haben
45 % die dargestellten Fakten und Sachverhalte überprüft
14 % den Absender/ Autor überprüft
14 % das Impressum geprüft
12 % die URL/ den Link der Quelle überprüft
6 % Fotos und Videos überprüft

„Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil derjenigen ab, die dargestellte Fakten bzw. Sachverhalte überprüfen, um Fake News zu identifizieren.“ (Zitat S. 5 Ergebnisbericht http://www.lfm-nrw.de/fileadmin/user_upload/Ergebnisbericht_Fake_News.pdf)

Sind Frauen aus Westdeutschland medienkritischer?
7 % der Westdeutschen, aber 17 % der Ostdeutschen
bzw. 5 % der befragten Frauen und 12 % der befragten Männer
halten FakeNews für eine freie Meinungsäußerung.

LfM-Direktor Tobias Schmid stellt auf der Seite der LfM fest: „So erfreulich es ist, dass jüngere Nutzer offenbar deutlich informationskompetenter sind, so beunruhigend ist das zunehmende Auseinanderdriften in der Gesellschaft. Wir müssen deshalb Erwachsene in ihrer Rolle als Mediennutzer noch stärker als bisher qualifizieren. Unser Ziel bleibt, alle Menschen medienkompetent zu machen. Wenn das nicht gelingt, droht eine weitere digitale Spaltung der Gesellschaft.“
(Link zum Zitat: http://www.lfm-nrw.de/service/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2017/2017/juni/neue-lfm-studie-zu-fake-news-mehr-als-die-haelfte-der-onlinenutzer-hat-erfahrung-damit.html )

Eine Antwort auf meine Rückfrage an die Landesanstalt für Medien steht noch aus. Sollte sich diese Studie tatsächlich als repräsentativ erweisen, wären diese Ergebnisse ein deutliches Zeichen, dass wir die Jugendlichen in ihrer medienkritischen Einstellung erfreulicher Weise unterschätzt haben.

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Neues Fortbildungsangebot: Offene Bildungsressourcen (OER) in öffentlichen Bibliotheken

„Open Educational Resources (OER) – Ein Thema für öffentliche Bibliotheken? – Offene Bildungsressourcen als Chance für Bibliotheken!

OER Logo von Michael Reschke (self-made, following OERCommons.org’s example), Public domain, via Wikimedia Commons

Zielgruppe:
Bibliothekare und Bibliothekarinnen, alle Bildungsinteressierten

Seminarbeschreibung:
Offene Bildungsressourcen – Open Educational Resources – kurz: OER. Zurzeit wird viel über die „Verfreiheitlichung“ von Bildung diskutiert. Wissen und Bildung soll allen Menschen frei zu Verfügung stehen. Mit der Idee der Entwicklung und Verbreitung offener Bildungsressourcen ist eine Bewegung entstanden, die inzwischen deutlich über den Bereich der Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte hinaus Bedeutung erlangt hat.
Aber was ist das genau? Was sind OER? Wie sind die freien Lizenzen (Creative Commons) aufgebaut?
In diesem Seminar werden die Grundlagen des Themas OER und der Creative Commons vorgestellt und gezeigt, wie man OER im Internet finden kann.
Es wird ein Überblick über die Entwicklung eigener offener Bildungsressourcen vermittelt und anhand von Beispielen gezeigt, wie diese selbst produziert werden können. In einer Kreativwerkstatt werden gemeinsam Modelle entwickelt, wie OER in den Angeboten der Bibliotheken eingesetzt werden können.
Zum Abschluss wird diskutiert, welche Rolle OER in öffentlichen Bibliotheken spielen können, was die Bibliotheken dafür benötigen und welchen Nutzen sie in Zukunft bringen können.

Seminarziele:
Die TeilnehmerInnen…
– lernen Grundbegriffe des Themas kennen (z.B. OER, Creative Commons)
– erfahren, wie nach OER im Internet gesucht werden kann.
– haben einen Überblick über die Produktionsbedingungen von OER.
– können OER in die Angebote der Bibliothek einbinden.
– können die Bedeutung von OER für die Zukunft der Bibliotheken einschätzen.

Zeitinvestition:
Teilnehmeranzahl 1-tägig, ergänzt durch anschließendes Webinar
entsprechend den vorhandenen Internetplätzen

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