„Die Fakes-Jäger“ – neues Projekt der Büchereizentrale Schleswig-Holstein erregt jetzt schon das Interesse im Netz

In einem sehr informativen Artikel berichtet Achim Fehrenbach über die Möglichkeiten von Bibliotheken, den Kampf gegen Fakes-News zu unterstützen. In einem lebendigen Interview hat er sich bei mir über das neue Projekt der Arbeitsstelle Bibliothek und Schule der Büchereizentrale Schleswig-Holstein informiert.

In seinem Artikel auf goethe.de schreibt er dazu:

„Auf spielerische Weise den Wahrheitsgehalt überprüfen

Jugendliche hinterfragen Internetinhalte durchaus auch selbst, sagt Meckl. Allerdings vor allem dann, wenn es sich um Unpolitisches handelt, zum Beispiel Spaßvideos auf Youtube oder Virenwarnungen für Whatsapp. Bei politischen Themen allerdings gebe es eine „hohe Hörigkeit. Die Kids sagen: Warum soll das nicht stimmen? Das steht doch im Internet.“ Um so wichtiger sei, mit den Jugendlichen über mögliche Gründe für politische Manipulationsversuche zu diskutieren. Und etwa über Social Bots aufzuklären: Programme, die automatisiert Nachrichten über Social Media versenden und so die politische Meinung beeinflussen.

Ein spannendes Projekt entwickelt derzeit auch die Büchereizentrale Schleswig-Holstein (BZSH). Dort entsteht das Planspiel Fakes-Jäger, das ab 2018 in schleswig-holsteinischen Bibliotheken zum Einsatz kommen soll. Auf spielerische Art und Weise lernen Jugendliche ab der 7. Klasse, Internetquellen auf ihre Verlässlichkeit zu untersuchen und Fakes zu erkennen. Sie werden dabei in eine Story eingebunden – als Mitarbeiter einer Detektei, die einen Auftrag von einem Zeitungsverlag erhält. Die Zeitung, die sorgfältig recherchiert, wird in ihrer Existenz durch ein neues, reißerisches Internetportal bedroht. Die Detektive sollen nun herausfinden, ob dieses Portal Fake News verbreitet, damit seinen Betreibern das Handwerk gelegt werden kann.

Der kritische Umgang mit Internet-Informationen

„Wir stellen den Schülerinnen und Schülern dafür verschiedene Werkzeuge zur Verfügung“, sagt Kathrin Reckling-Freitag, die das Projekt leitet. „Zum Beispiel den Quellen-Check und das Lesen zwischen den Zeilen.“ Die Jugendlichen sollen auch in der Bibliothek selbst recherchieren und herausfinden, unter welchen Bedingungen Bücher verlässlicher sind als Internetquellen. Vergleichbare Projekte kann sich Reckling-Freitag auch für ältere Zielgruppen vorstellen: „Es gibt im Moment kaum Wichtigeres, als Jugendliche und Erwachsene für den kritischen Umgang mit Internetinformationen fit zu machen.“ “

Den vollständigen Artikel findet man auf den Seiten des Goethe-Institutes unter https://www.goethe.de/de/kul/bib/21001176.html 

Über monkat

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