internationale Studie zu nicht-formalem und informellem Lernen in und mit öffentlichen Bibliotheken

Eblida-Kic-logo-main-page.pngÖffentliche Bibliotheken sind mit die wichtigsten Orte für Lernen außerhalb der Schule (nicht-formales Lernen) und für das Lernen voneinander und untereinander (informelles Lernen). EBLIDA (European Bureau of Library, Information and Documentation Association) und die lettische Bibliotheksorganisation (Latvian Library Association) führen zu den Aktivitäten öffentlicher Bibliotheken im Bereich des nicht-formalen und informellen Lernens jetzt eine Umfrage durch. Bis zum 17.6. kann noch an dieser Umfrage teilgenommen werden!

Viele der 65.000 öffentlichen Bibliotheken in der EU machen bereits vielfältige Angebote für nicht-formales und informelles Lernen. Bisher sind diese Angebote noch nicht detailliert untersucht und zusammengestellt worden. Diese Lücke möchte die Studie schließen. Die Ergebnisse sollen genutzt werden, um die Rolle der Bibliotheken als Bildungspartner in der „EU Education and Training Strategy 2020“ zu stärken. Um Bibliotheken dort gut zu positionieren, ist eine zahlreiche Teilnahme erwünscht.

Die Umfrage fragt nach Daten aus verschiedenen Bereichen:

  • Anzahl der unterrichteten BibliotheksnutzerInnen und Anzahl von nicht-formalen und informellen Lernveranstaltungen
  • Hauptzielgruppen für nicht-formale und informelle Aktivitäten
  • Umfang von Partnerschaften mit Dritten bei Schulungsdurchführungen
  • Zertifizierung von nicht-formalen Lernresultaten
  • erfolgreichste nicht-formale Lernangebote, die von öffentlichen Bibliotheken angeboten werden
  • Wirkung von nicht-formalen und informellen Lernaktivitäten auf Bürger und Kommune

Die Umfrage ist dazu in 4 Teile aufgeteilt, deren Beantwortung ca. 30-45 Minuten dauern soll:
Teil 1: nicht-formale Lernaktivitäten (12 Fragen)
Teil 2: informelle Lernaktivitäten (7 Fragen)
Teil 3: Wirkung dieser Aktivitäten
Teil 4: sachbezogene Daten aus der Bibliothek

Definitionshilfe zur Unterscheidung von nicht-formalem, informellen und formalem Lernen:

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2001:0678:FIN:DE:PDF

Europäische Kommission (2001), Ein europäischer Raum des lebenslangen Lernens, Amt für Amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, Luxemburg. S. 33 und 35.

  • „Informelles Lernen: Lernen, das im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis oder in der Freizeit stattfindet. Es ist (in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung) nicht strukturiert und führt üblicherweise nicht zur Zertifizierung. Informelles Lernen kann zielgerichtet sein, ist jedoch in den meisten Fällen nichtintentional (oder „inzidentell“ / beiläufig)
  • Nicht-formales Lernen: Lernen, das nicht in Bildungs- oder Berufsbildungseinrichtungen stattfindet und üblicherweise nicht zur Zertifizierung führt. Gleichwohl ist es systematisch (in Bezug auf Lernziele, Lerndauer und Lernmittel). Aus Sicht der Lernenden ist es zielgerichtet
  • Formales Lernen: Lernen, das üblicherweise in einer Bildungs- oder Ausbildungseinrichtung stattfindet, (in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung) strukturiert ist und zur Zertifizierung führt. Formales Lernen ist aus der Sicht des Lernenden zielgerichtet“

Link zum Aufruf der EBLIDA: http://www.eblida.org/activities/kic/survey-on-non-formal-informal-learning-public-libraries-eu.html

direkter Link zur Umfrage: https://www.surveymonkey.com/r/LibA4EU_survey

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