#BibreiseSeoul : Reiseeindrücke

20160528_182310Statt eines Briefes – für alle…

Seoul ist wirklich eine Reise wert. Eine lebendige Stadt mit 11 Mio Einwohnern – zwischen Tradition und Moderne. Unsere erste Unterkunft haben wir für die private Zeit in dem traditionellen Stadtviertel Bukchon bezogen. Ein traditionelles Guesthouse mit Schlafen auf Futons auf dem Boden und papierbezogenen Schiebetüren.

20160528_182704Bukchon ist voller Leben, voller kleiner Geschäfte, Cafes und Restaurants und in jeder Seitengasse eine neue Entdeckung. Trotzdem ist Bukchon sehr beschaulich und ruhig. Im Norden von Seoul gelegen wirkt es fast etwas dörflich und gar nicht wie in einer 11-Millionen-Stadt – außerhalb der Öffnungszeiten.

Ein krasser Gegensatz zu den quirligen, vollen Straßen der Haupteinkaufszonen oder der angesagten Hochhausviertel auf der anderen Seite des Flusses weiter im Süden. Trotzdem ist es überall sehr sauber und gepflegt – ein Heer von Fleißigen hält die Stadt sauber. Wenn es sein muss, wird sogar der Bürgersteig mit einer kleinen Bürste geschrubbt. So adrett, wie sich die Stadt gibt, so sicher fühlt man sich auch hier. Alles geht in einer freundlichen Ruhe von statten – selbst das Schlange stehen an den Bushaltestellen, U-Bahn-Aufgängen oder bei der Passkontrolle. Immer herzlich und freundlich.

Wie aufgeschlossen die Koreaner sind, konnten wir im National Folk Museum und bei einem Spaziergang an Seouls  kleinem, wieder ausgegrabenen Flüsschen (nicht der große, der die Stadt in zwei Hälften teilt) erleben. Immer wieder haben sich uns Koreaner vorgestellt und wollten wissen, wie wir heißen, woher wir kommen, wie lange wir bleiben und ob wir zum ersten Mal in Korea sind. Die Auskunft, dass wir aus Deutschland kommen hat jedes Mal ein bewunderndes „Ah, Germany“ hervorgerufen. Na, wenn alle 11 Mio Einwohner uns kennenlernen möchten … 😉 Auch wenn man einmal ratlos in die Gegend schaut – sofort hält jemand an und fragt, ob er behilflich sein kann.

20160531_102551Und das kann durchaus mal passieren, wenn man sich in den riesigen Märkten bewegt. Übersichtlich ist etwas anderes. Diese Märkte sind ein echtes Muss – Korea, da wo Seoul am intensivsten ist – Garküchen auf der Straße, Straßen voller Handwerkergeschäftchen, Kleidung Häuserblockweise…

Inzwischen haben wir versucht, uns einen Überblick über diese riesige Metropole zu verschaffen – Seoul wird man selbst nach jahrelangem Aufenthalt nicht vollständig erfassen können. Wir haben traditionelle Ecken besucht, haben repräsentative öffentliche Bereiche mit riesigen Statuen gesehen, sind schoppen gegangen und haben uns von den Hochhäusern beeindrucken lassen, die New York oder Manhattan in nichts nachstehen. Aber wir sind auch in kleinen Gässchen unterwegs gewesen und haben (vielen Dank an Frau Bach vom Goethe-Institut für die Tipps) in Keller-Lokalen wunderbares koreanisches Essen genossen, in die wir uns so wahrscheinlich nicht gewagt hätten. Manchmal sind die Insider-Tipps wirklich unbezahlbar.

20160530_121329In den nächsten Tagen werden wir dann Schulen und Bibliotheken besuchen. So ein Blick hinter die Kulissen ist uns dank des Besuchsprogramms des Goethe-Institutes möglich. Da wird Korea von einer ganz anderen Seite aus lebendig. Ich bin gespannt, nun die „Bildungsseite“ von Südkorea kennen zu lernen. Bildung wird sehr hoch angesehen – mal sehen, was sich davon so als Eindruck einfangen lässt.

Über monkat

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