Budde, Christina: Mitten ins Herz – Storytelling im Coaching

Budde. StroytellingBudde, Christina: Mitten ins Herz – Storytelling im Coaching. Die Kraft von Storytelling für Coaching und Beratung nutzen. – Bonn: managerSeminare, 2015. – ISBN 978-3-95891-001-0

Nicht nur (Vortrags-)Reisen helfen, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Auch der Blick auf benachbarte Fachrichtungen verspricht mitunter viel kreativen Input. So bietet der Titel ¨Mitten ins Herz – Storytelling im Coaching¨ von Christina Budde einen ganz neuen Blick auf die Potentiale und Hintergründe des Geschichten Erzählens. Eigentlich als Fachliteratur für Coaching und Beratung gedacht, ist die Lektüre auch für Seminarleiterinnen und Fortbildnerinnen eine Bereicherung. Geschichten spielen in Seminaren und Fortbildungen oft eine große Rolle. Zum einen eignet sich Storytelling als Methode in der Seminargestaltung. Zum Anderen macht das Praxishandbuch von Christiane Budde auch einen Laien wie mich hellhörig, wenn es um das Zuhören bei den Erzählungen und Geschichten der Seminarteilnehmer geht.

Christiane Budde gewährt hier auch Nicht-Therapeuten einen gut lesbaren Seitenblick in die Welt der systemischen Beratung und auf den narrativen Ansatz der Familientherapie.

Der erste Einstieg über das Blättern im Buch fesselt gleich: Ich bin hängen geblieben an den Geschichten, die zahlreich den zweiten Teil des Buches ausmachen. Kurze und längere Geschichten, sortiert nach einzelnen Themen wie Führung, Karriere, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstmanagement und Veränderung, liest man sich fest, knüpft bei sich selbst an und entdeckt so auf diesem Wege den Einsatz von Geschichten als Instrument der Persönlichkeitsentwicklung von der praktischen Seite her.

Aber natürlich kann man dieses Buch auch von vorne beginnen…
Christiane Budde führt grundlegend in das Storytelling ein: Was ist Storytelling und wie kann es in der Coachingpraxis mit den Klienten genutzt werden? Sie erläutert die Regeln und Elemente, die für gute Geschichten in der Beratung notwendig sind. Sie nimmt die Leserin aber auch an die Hand und begleitet auf dem Weg zu eigenen Geschichten für die therapeutische Praxis. Durch den genauen Blick auf die Sprache der Geschichten, auf die Erzählungen der Klienten, schärft sie auch die Wahrnehmung für die alltäglichen Geschichten, die Menschen sich gegenseitig erzählen. So weist Christina Buddes Buch deutlich über das Coaching-Umfeld hinaus und schärft die Ohren für die generelle zwischenmenschliche Kommunikation. Dabei ist dieser Titel eigentlich an das Fachpublikum gerichtet, das Geschichten in Beratung, Coaching und Therapie einsetzt. Sie schreibt fachlich fundiert, aber trotzdem sehr lebendig, immer wieder illustriert mit kurzen und kürzesten Geschichten, die einen beim Lesen berühren und zum Nachdenken anregen.

Und wie sehr sich der Gedanke, durch Geschichten im Umgang mit anderen Menschen neue Akzente zu setzen, dann in der Realität umsetzt, erlebte ich, als ich eine alte Schulfreundin traf. Mir fiel spontan im Gespräch eine der Geschichten aus Christina Buddes Buch ein. Ich erzählte die Geschichte und konnte damit meiner alten Freundin neue Wege öffnen – einfach so.

Über monkat

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